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Luigi Brillante: „Stadt verletzt Fürsorgepflicht gegenüber Geflüchteten“
Luigi Brillante von der Fraktion DIE FRANKFURTER fordert, dass schnellstmöglich ein anderer Betreiber für die Flüchtlingsunterkunft in Bonames gesucht wird.
„Der derzeitige Träger, das Diakonische Werk Frankfurt, hat seine Pflichten grob verletzt. Die erst durch eine Demonstration der Geflüchteten bekanntgewordenen Zustände in der Unterkunft sind skandalös“, empört sich Brillante.
In der Unterkunft sind mindestens 50 Menschen, darunter Kleinkinder, an Krätze erkrankt. Die bis zu 8-köpfigen Familien leben in 40 qm kleinen Zweizimmer-Wohnungen, teils seit 4 Jahren. Die Versorgung mit Wasser und Strom ist in der Liegenschaft, die am Rande von Bonames im Grüngürtel liegt, instabil. Außerdem kritisieren die Geflüchteten das respektlose Verhalten der Mitarbeiter, ihnen würde gedroht, bei Kritik müssten sie in noch schlechtere Unterkünfte wechseln.
„Krankheiten, Ungeziefer, respektlose Mitarbeiter und ein Träger, der der Stadt die massiven Probleme verschweigt – das passt nicht zum Bild eines hilfsbereiten Frankfurt. Unfassbar ist auch, dass nach dem tragischen Unfall in der Kita in Seckbach, wo ein kleiner Junge an einem Stromschlag gestorben ist, noch offene Steckdosen in einer städtischen Unterkunft zu sehen sind.
Es ist mir völlig unverständlich, dass die Stadt nach den Erfahrungen mit den Machenschaften der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt ihre Auftragnehmer immer noch nicht hinreichend kontrolliert. Hier ist der Magistrat der Stadt in der Verantwortung, endlich ein Kontrollsystem aufzubauen und nicht allein auf die Selbstkontrolle der Träger zu setzen“, so Brillante abschließend.
Luigi Brillante
Bethmannstraße 3
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