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Luigi Brillante: Ein Jahr nach dem tödlichen Kita-Unfall noch keine Aufklärung in Sicht

Frankfurt, den 27.10.2020


Der Stadtverordnete Luigi Brillante erinnert an den Unfall im städtischen Kinderzentrum in der Atzelbergstraße in Seckbach, bei dem vor einem Jahr ein Junge durch einen Stromschlag so schwer verletzt wurde, dass er kurz danach starb.

„Meine Gedanken sind in diesen Tagen bei der Familie des kleinen Antonio. Das Geschehen ist noch immer unfassbar“, erklärt Luigi Brillante von der Fraktion DIE FRANKFURTER.


Der Stadtverordnete hatte kurz nach dem Unfall in einem dringlichen Antrag vom Magistrat Aufklärung verlangt, u.a. darüber, ob die zuvor durchgeführte Sanierung in der Kita ordnungsgemäß geprüft und abgenommen wurde und warum ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) den Unfall nicht verhindern hat.


Im Ende August 2020 endlich vom Magistrat vorgelegten Bericht heißt es, die Abnahme sei durch ein Architekturbüro im Beisein der Elektrofachfirma und eines Vertreters von Kita Frankfurt erfolgt. Außerdem wären die Steckdosen mit Kindersicherung und integrierter FI-Technik ausgestattet gewesen.


„Wie kann das sein? Unbestritten ist, dass die betroffene Steckdose, bei der sich Antonio mit einem Stromschlag verletzte, am Unfalltag aus der Wand hing. Augenzeugen und Mitarbeiter der Unfallkasse haben das fotografiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Mit einem funktionierenden FI-Schalter hätte sich der Junge gar keinen Stromschlag holen können. Warum ist die Stadt in ihrer Stellungnahme nicht auf diesen Widerspruch eingegangen? Und warum macht der ganze Bericht den Eindruck, die Stadt wolle bloß kein Wort zu viel sagen?“ fragt sich Brillante.

„Dem ganzen furchtbaren Geschehen in einer in städtischer Verantwortung stehenden Einrichtung wird der Magistrat mit dem knappen und emotionslosen Bericht nicht gerecht. Das herunterspielende Verhalten der Stadt angesichts eines toten Kindes ist beschämend“, so Brillante abschließend.

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