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Lebensqualität im öffentlichen Raum statt Eventisierung

Presseerklärung - Frankfurt, den 15.1.2021


Luigi Brillante: Lebensqualität im öffentlichen Raum statt Eventisierung - Frankfurt muss eine Stadt für Flaneure werden


„Der Frankfurt-Plan des Oberbürgermeisters greift zu kurz“, kritisiert Luigi Brillante von der Europaliste.

„Natürlich muss die Stadt sich Gedanken machen, wie sie nach überstandener Corona-Pandemie die Stadt wieder belebt, aber dies mit einer weiteren Eventisierung wie nächtlichem Einkaufen zu versuchen, geht in die falsche Richtung. Der öffentliche Raum muss ganzheitlich betrachtet werden, nicht wie bisher mit verschiedenen Sonderbeauftragten für Sauberkeit und Stadtmarketing. Wir brauchen die autofreie Innenstadt – natürlich mit Handwerker- und Anlieferverkehr. Der öffentliche Raum ist wertvoll, er sollte vom fließenden und ruhenden Autoverkehr weitgehend befreit werden. Wie eine Stadt lebenswert wird, zeigen Bologna und Kopenhagen. Frankfurt muss eine Stadt für Flaneure werden“, so Brillante.

Brillante zitiert die Ideen des Architekten Stefan Forster, der vor wenigen Tagen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Vorschläge für autofreie Zonen in der Stadt gemacht hat:

„Die Berger Straße oder die Leipziger Straße könnte man ohne Autos in einen wunderbaren Stadtraum verwandeln. Eine autofreie Innenstadt ist wie eine Spielstraße, die man den Bürgern zurückgibt. (...) Man bewegt sich als Fußgänger völlig anders, wenn keine Gefahr besteht, dass ein Auto kommt. Das Einkaufen bekommt dann eine ganz andere Qualität. Die Innenstädte wandeln sich zu Freizeitzonen mit Straßencafés. Es entsteht ein öffentlicher Raum, den ich in Frieden nutzen kann.“

„Die Koalition aus CDU, Grüne und SPD hat in den vergangenen Jahre gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, die Stadt zu gestalten. Wer schon an kleinen Straßenabschnitten wie dem Mainkai scheitert, dem ist die Realisierung der Vision eines lebenswerteren Frankfurts nicht zuzutrauen“, urteilt Brillante.

Eine konkrete Idee, die der Gastronomie wieder auf die Sprünge helfen kann, hat Brillante auch. Die Stadt solle Bürgergutscheine ausgeben, die nur in der lokalen Gastronomie eingelöst werden können:

„Das Geld ist da. Mit 10 Prozent des Zuschusses, den die Tourismus und Congress-GmbH jährlich von der Stadt Frankfurt erhält, ließen sich 30.000 Gutscheine a` 10 Euro finanzieren“, erklärt Brillante.

Luigi Brillante

Bethmannstraße 3

60311 Frankfurt

Mobil: 0172 77 95 958

brillante.luigi@web.de

https://europaliste.wordpress.com/

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