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Klassenräume sind Arbeitsstätten mit an Raumklima-Anforderungen wie Büros

Frankfurt/Main, den 31.10.2020


Schulen brauchen angemessene Raumklimatechnik - Lüftungsanlagen sind kein Luxus, sondern Aufgabe für die Zukunft, auch ohne Pandemie

„Von allen Seiten wird der Ruf nach Luftfiltern in Schulen laut, auch viele Eltern wünschen das.

Aktuell mögen die Luftfilter als Übergangsmaßnahme zur Pandemieeindämmung ein Ansatz sein. Neben anderen Kritikpunkten ist das Hauptproblem: sie ersetzen das Lüften nicht, denn das

ermüdende CO2 bleibt in der Raumluft“, sagt Luigi Brillante, Fraktionsvorsitzender der FRANKFURTER-Fraktion im Römer und Vertreter im Gesundheit+Sozial-Ausschuss zum Thema.

„Die Diskussion macht einmal mehr deutlich, wie vernachlässigt und überholt der technische Status Quo an den älteren Schulgebäuden ist. Zeitgemäße Büros für Personenzahlen in Klassenstärke sind mindestens mit einer fest installierten, zentralen Lüftungsanlage, vielerorts mit Klimatisierung ausgestattet. Klassenräume sind von den Raumluft-Anforderungen mit Büroräumen zweifellos mindestens vergleichbar, wenn nicht höher zu bewerten aufgrund der dichten Besetzung der Klassenräume“, führt Brillante weiter aus.

„Zentrale oder dezentrale Lüftungsanlagen würden Klassenräume nicht nur jetzt in der Pandemie jederzeit mit frischer Luft versorgen, ohne den Unterricht zu stören, ohne Temperaturabfall, ohne immense Heizkostenverluste. Deshalb ist auch das Fensterlüften von Hand ja keine Lösung, ob mit oder ohne CO2-Ampel“, sagt er weiter.

„Mit einem aktuellen Antrag fordern wir eine Auseinandersetzung mit dieser perspektivischen Aufgabe. Auch wenn die Investitionen zunächst hoch sind, amortisieren sie sich, wirtschaftlich, ökologisch und gesundheitspolitisch. Für Frankfurt wollen wir das anstoßen.“

„Für Maßnahmen in der aktuellen Situation teile ich die Ansicht der GEW: die Schulen brauchen jetzt Spielräume, den Unterricht nach ihren Möglichkeiten in kompletten oder geteilten Klassen, präsent oder online gestalten zu können. Schulträger und Gesundheitsamt müssen das einräumen. Ideen sind gefragt: Eltern, die das anbieten, könnten dem eigenen und einem anderen Kind Fernunterricht ermöglichen, wenn damit andere Eltern entlastet sind. Das Aussitzen des Dilemmas hilft nicht weiter“, bemerkt Luigi Brillante abschließend.

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